Diese Geste galt am vergangenen Donnerstag Maduros Anhängern in Caracas – und nicht Guaidó.

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Caracas – Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro geht nach eigenen Worten mit "gutem Willen" an neue Gespräche in Norwegen zur Lösung des Konflikts in seinem Land heran. "Wir werden unseren allerbesten guten Willen zeigen, um eine friedliche, demokratische Lösung zur Überwindung von Venezuelas Konflikt zu finden", sagte Maduro am Montag in einer Fernsehansprache.

In Norwegen kommen in dieser Woche erstmals Vertreter von Maduro und des Oppositionsführers und selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó zu direkten Verhandlungen zusammen. Zu Maduros Delegation gehören Kommunikationsminister Jorge Rodríguez, der Gouverneur des Bundesstaats Miranda, Héctor Rodríguez, und Außenminister Jorge Arreaza.

"Dies ist ein Dialog zwischen der Revolutionsregierung, den Revolutionären Streitkräften und der extremistischen Opposition, die versucht, die Regierung auf Geheiß von US-Interessen zu stürzen", sagte Maduro.

Machtkampf mit Guaidó

In Venezuela tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó. Guaidó wird von mehr als 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt, darunter die USA und zahlreiche EU-Staaten wie auch Österreich. Maduro kann bisher auf die Unterstützung großer Teile der Armee sowie Russlands, Chinas und Kubas zählen. (APA, 28.5.2019)