Der jugendliche Hacker kommt mit einer Bewährungsstrafe und ohne Eintrag ins Vorstrafenregister davon.

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Um zu ihrem Traumjob zu kommen, beschreiten manche Menschen durchaus originelle Wege. Immerhin gilt es, aus dem oft großen Feld der Kandidaten heraus zu stechen. Auch ein australischer Teenager hat sich etwas überlegt, um zu einem Praktikum bei Apple zu kommen.

Er hat den Techkonzern gehackt. Was sich im Nachhinein als eher suboptimale Form der Bewerbung herausgestellt hat, schreibt ABC News.

Junge wollte Praktikum

Der Cyberangriff endete vor Gericht. Dort gab er an, dass er von einem europäischen Hacker gehört habe, der auf diesem Wege tatsächlich zu einer Stelle bei Apple gekommen sei. Daher hatte er auch für sich selbst Chancen ausgerechnet.

Er hatte sich als damals 13-Jähriger zwischen Juni 2015 und November 2016 und dann wieder ab April 2017 Zugriff auf interne Infrastruktur verschafft und dabei ein VPN missbraucht, das eigentlich für Angestellte von Apple bereitsteht. Dabei arbeitete er als Komplize mit einem anderen, mittlerweile erwachsenen, Teenager. Dieser war schon 2018 zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Keine Vorstrafe

Auch für den Möchtegern-Praktikanten hat die Angelegenheit ein relativ glimpfliches Ende genommen. Er erhält eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 310 Euro, eine neunmonatige Bewährung und entgeht einer Vorstrafe. Die Behörden glaubten ihm, dass er seine Skills zu einem guten Zweck einsetzen wollte. Der Teenager strebt nach eigenen Angaben an, später einmal Kriminologie und IT-Security zu studieren und bereut laut seinem Anwalt die Angriffe.

Apple gab nur ein knappes Statement zum Fall ab. Man hielt fest, dass man stets um die Sicherheit der eigenen Systeme bemüht sei und die Angriffe abgefangen habe, ehe man die Behörden informiert hat. (red, 29.05.2019)