"Mit Gottes Hilfe" will Guaidó den "Kampf" gegen Maduro beenden.

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Caracas – Nach den ergebnislosen Verhandlungen mit Vertretern der Regierung hat Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaidó seine Forderung nach einem Rücktritt von Präsident Nicolás Maduro bekräftigt. Dieser werde sein Amt noch in diesem Jahr aufgeben müssen, sagte Guaidó am Samstag bei einer Rede in Pedraza. Der Kampf gegen Maduro habe nicht erst 2019 begonnen, "aber mit Gottes Hilfe wird er 2019 enden".

Die Regierung sei "besiegt", hatte Guaidó kurz zuvor bei einem Auftritt im Ort Socopó gesagt. Maduros Rücktritt rücke näher.

Gespräche ohne Ergebnis

Delegationen der Regierung und der Opposition waren Anfang der Woche in Norwegen zu direkten Verhandlungen zusammengekommen. Die Gespräche endeten ohne greifbares Ergebnis, beide Seiten bekundeten aber ihre Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen.

In Venezuela tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen Maduro und Parlamentspräsident Guaidó. Guaidó wird von mehr als 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt. Der Linksnationalist Maduro kann bisher auf die Unterstützung großer Teile der Armee sowie Russlands, Chinas und Kubas zählen. (APA, AFP, 2.6.2019)