Dem früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden (76) werden in Umfragen die besten Chancen eingeräumt, als Präsidentschaftskandidat der Demokraten gegen Amtsinhaber Donald Trump anzutreten.

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Washington – Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden will im Falle seines Wahlsieges die Gleichbehandlung von Homo- und Transsexuellen zu einer Priorität machen. Er wolle sich für die Verabschiedung des Gleichstellungsgesetzes "Equality Act" einsetzen, das die Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität verbiete, sagte Biden bei einer Rede vor Hunderten Anhängern der Bürgerrechtsgruppe Human Rights Campaign.

"Ich verspreche Euch, wenn ich zum Präsidenten gewählt werde, wird es das Erste sein, wofür ich mich einsetze", sagte Biden in der 30-minütigen Grundsatzrede im US-Staat Ohio am Samstag (Ortszeit). Der Kampf für die Rechte von Menschen die lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender sind, sei "das Bürgerrechtsthema unserer Generation".

US-Präsident Trump kritisierte Entwurf

Der Gesetzentwurf war im Mai vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet worden, er braucht aber noch die Zustimmung des Senats. US-Präsident Donald Trump hat den Entwurf kritisiert. Bidens Äußerungen kommen pünktlich zum Beginn des sogenannten LGBT Pride Month. Im Juni feiern Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender (LGBT) den offenen Umgang mit ihrer sexuellen Identität und werben für mehr Toleranz.

Biden warf Trump vor, Fortschritte im Kampf für ihre Gleichberechtigung in den USA auszubremsen. Erst am Wochenende hatte Trump jedoch Homo- und Transsexuellen in aller Welt Unterstützung zugesagt. "Meine Regierung hat eine globale Kampagne gestartet, um Homosexualität zu entkriminalisieren, und lädt alle Nationen ein, sich uns bei diesem Bemühen anzuschließen", hatte Trump getwittert.

Im kommenden Jahr wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Für die Demokraten sind mehr als 20 Bewerber im Rennen. Dem früheren US-Vizepräsidenten Biden (76) werden in Umfragen die besten Chancen eingeräumt, als Kandidat der Partei gegen Trump anzutreten. (red, APA, 2.6.2019)