Die fehlerhaften Teile, die vermutlich in Boeing-Maschinen verbaut wurden, können nicht zu einem Absturz führen.

Foto: reuters / matt mills mcknight

Chicago – Der US-Flugzeughersteller Boeing hat bei der US-Luftaufsichtsbehörde FAA eingeräumt, möglicherweise fehlerhafte Teile in einem Teil seiner Flotte verbaut zu haben. Das Problem betreffe den Typ 737 Max, der nach zwei folgenschweren Abstürzen unter Flugverbot steht, und den Typ 737 NG, teilte die FAA am Sonntag mit. Sie ordnete an, die fraglichen Teile innerhalb von zehn Tagen auszutauschen. Zu einem Absturz könne ein Ausfall der Teile nicht führen.

Problem in bis zu 148 Bauteilen

Mit NG (Next Generation) sind die Serien Boeing 737-700, -800 und -900 gemeint. Insgesamt sind weltweit 179 Maschinen des Typs 737 Max und 133 des Typs 737 NG potenziell betroffen. Das Problem kann in bis zu 148 Bauteilen auftreten, heißt es in der FAA-Mitteilung.

Bei den möglicherweise fehlerhaft hergestellten Teilen handelt es sich um bewegliche, vom Piloten zu steuernde Teile an den Tragflächen, die sogenannten Leading Edge Slats. Sie werden etwa bei der Landung benutzt, um die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Die Boeing 737 galt bisher als eines der meistverkauften und auch zuverlässigsten Flugzeuge der Welt. Im Oktober vergangenen Jahres war ein Flugzeug der Lion Air mit 157 Menschen an Bord abgestürzt. Im März dieses Jahres stürzte eine Maschine der Ethiopian Airlines mit 189 Menschen ab. Alle Insassen starben. (APA, 3.6.2019)