Trump am Montag während seines Besuchs in Großbritannien.

Foto: AP

US-Präsident Donald Trump hat US-Verbrauchern einen Boykott des Telekommunikationskonzerns AT&T nahegelegt, dem der Fernsehsender CNN gehört. Wenn die Menschen ihre AT&T-Abos kündigten, dann wäre der Konzern zu "großen Veränderungen" bei CNN gezwungen, schrieb Trump am Montag während seines Besuchs in Großbritannien auf Twitter.

Der US-Präsident warf dem Sender erneut vor, "unfair" zu sein und "schlechte Falschnachrichten" zu verbreiten. Er habe CNN nach seiner Ankunft in Großbritannien "für eine kurze Weile" geschaut, der Sender verbreite "nur negative" Nachrichten. Wenn die Welt CNN sehe, bekomme sie "ein falsches Bild der USA", beklagte sich Trump. Er fragte, warum AT&T daran nichts ändere.

Fehde mit CNN

Trump befindet sich schon seit Langem in einer Fehde mit CNN. Er wirft dem Sender vor, voreingenommen und unfair über seine Präsidentschaft zu berichten.

CNN war mit dem Aufkauf des Medienkonzerns Time Warner durch AT&T vor einem Jahr in den Besitz des Telekommunikationsriesen übergegangen. Das US-Justizministerium hatte den Deal mit einer Kartellklage zu verhindern versucht, die Klage scheiterte jedoch.

Trump hatte sich damals persönlich gegen die Fusion ausgesprochen. Kritiker spekulierten bereits seinerzeit, dass seine ablehnende Haltung zu dem Deal mit seiner Verärgerung über die kritische CNN-Berichterstattung zu tun gehabt haben könnte. (APA, 3.6. 2019)