"Es ist die Zukunft des Essens", macht man sich am Tisch Mut. Eine Alternative, der man sich nicht verweigern soll – und gesund obendrein. Trotzdem will man lieber nicht so genau wissen, was dieses neue Burger-Patty alles in sich hat ... Ein schneller Blick hinter die Küchentheke lässt keinen Zweifel: Heute gibt es Mehlwurm in Patty-Form gebracht.

Le-Burger-Geschäftsführer Ingo Faust sieht das Gerede um das Getier locker: "Ein Viertel der Burger, die wir verkaufen, sind vegetarisch. Das ist enorm viel. Die Leute wollen Gesundes. Wir konnten nun entweder aus Erbsen und so weiter Protein anbieten, oder auf ein Lebensmittel setzen, das unweigerlich immer weiter in unseren Speiseplan aufrückt." Ganz offensichtlich fiel die Wahl auf Letzteres ...

Die Geschichte einer Wiener Mehlwurm-Burger-Verkostungsparty in Bildern.

Die Mehlwürmer in den Le-Burger-Restaurants stammen von der Wurmfarm aus Kärnten.

Ihr Proteinanteil liegt bei 40 bis 60 Prozent. Zudem sind sie reich an Vitaminen, Mineralien und Eisen.

Das sind gesundheitliche Spitzenwerte, die gut ankommen.

Foto: Nina Wessely

Zum Snacken auf der Couch sind sie dann aber doch ein bisschen teuer:

Ein Kilogramm Mehlwürmer kostet 30 Euro. Immerhin bekommt man damit aber auch im Schnitt 11.700 Exemplare, denn so viele Würmer wiegen zusammen ein Kilogramm.

Foto: Nina Wessely

Die Patties, sprich die Laiberln, enthalten einen Anteil von 25 Prozent an Mehlwürmern. Macht also 25 Gramm Mehlwurm pro 100 Gramm Patty.

Foto: Nina Wessely

Den Rest vom Bug-Burger machen Babyblattspinat, Rote Rübe, Frischkäse und Grillgemüse aus.

Foto: Nina Wessely

Die frittierte Heuschrecke hält Bun und Patty zusammen – damit auch nichts entfleucht.

Foto: Nina Wessely

So sieht das Endergebnis aus.

Foto: Nina Wessely

Und hier das Fazit:

.) Alle sind wohlbehalten wieder von dannen gezogen.
.) Die Angst ist immer größer als das Angstobjekt selbst.
.) Mehlwurm-Pattys sind gesund.
.) Buns mit Kurkuma, Ingwer und Haferflocken auch.
.) Meine Meinung: In der Blindverkostung ginge dieser Burger als Gemüseburger durch.
.) Die Nussigkeit der Mehlwürmer würde dann doch ein bisschen irritieren.
.) Noch ein bisschen Chili und Käse für den deftigen Burgergeschmack und fertig wäre das gesunde, zukunftsorientierte, nachhaltige und regionale Wurm-Happy-End. (Nina Wessely, 6.6.2019)

Der Bug-Burger kostet 8,50 Euro.

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Foto: Nina Wessely