Der Jubel ist blau.

Foto: Reuters/Bob DeChiara-USA TODAY Sports

Boston – Die St. Louis Blues fehlt nur noch ein Sieg zum erstmaligen Gewinn des Stanley Cups. Das Team aus Missouri gewann am Donnerstag in der NHL bei den Boston Bruins mit 2:1 und ging in der "Best of seven"-Finalserie mit 3:2 in Führung. Die Blues können nun am Sonntag mit Heimvorteil den begehrtesten Pokal im Klub-Eishockey holen.

Ryan O'Reilly erzielte nach 55 Sekunden im Mitteldrittel das 1:0 für die Gäste und bereitete das 2:0 von David Perron (51.) vor. Blues-Torhüter Jordan Binnington ließ lediglich den Anschlusstreffer von Jake DeBrusk (54.) zu und beeindruckte mit 38 Paraden. "Binnington war unser Matchwinner", betonte Verteidiger Colton Parayko.

Binnington stellte mit dem neunten Auswärtssieg in den laufenden Playoffs einen Goalie-Rekord für NHL-Rookies (Neulinge) auf. Und mit dem insgesamt 15. Play-off-Sieg egalisierte der 25-Jährige gleichzeitig die bisherige Rookie-Bestmarke.

Die Blues, die 1967 in die NHL eingestiegen sind, stehen damit nach drei erfolglosen Finalteilnahmen (1968 bis 1970) erstmals dicht vor dem Gewinn des Stanley Cups. Seit das Finale über maximal sieben Spiele ausgetragen wird (1939), setzten sich 72 Prozent jener Teams durch, die in Spiel fünf die 3:2-Führung in der Serie holten.

Bei den Bruins bestritt Kapitän Zdeno Chara das Spiel mit einer Spezial-Schutzmaske. Der slowakische Abwehr-Riese (2,06 m) hatte sich in Spiel vier einen Kieferbruch zugezogen. Dennoch stand der 42-Jährige auch diesmal deutlich über 16 Minuten auf dem Eis. (APA, 7.6.2019)

NHL-Finale, 5. Spiel, Donnerstag

Boston Bruins – St. Louis Blues 1:2
Stand in der Serie: 2:3
6. Spiel am Sonntag in St. Louis