Wien – Markus Tschank, der frühere designierte Finanzreferent der FPÖ, ist dafür, dass seine Abgeordneten-Immunität aufgehoben wird. Er habe seine Partei darum ersucht, der von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft angesichts des Ibiza-Videos beantragten Auslieferung zuzustimmen. Er wolle "gerne alles zur Klärung von offenen Fragen beitragen", erklärte er am Montag gegenüber der APA.

Den Vorwurf der illegalen Parteienfinanzierung über diverse Vereine, zu dem die WKStA ermitteln möchte, bestreitet Tschank: "Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass die genannten Vereine gemäß Gutachten der unabhängigen Wirtschaftsprüfer niemals – weder direkt noch indirekt – Zahlungen (Spenden, Kostenübernahmen etc.) an Parteien oder parteinahe Organisationen geleistet haben." Die Vereine seien von Wirtschaftsprüfern überprüft und keine Rechtswidrigkeit festgestellt worden.

Er sei sich aber immer bewusst gewesen, dass für Abgeordnete besondere Maßstäbe zu gelten hätten. Deshalb sei er für die Aufhebung seiner Immunität. (APA, 10.6.2019)