Freude. Schlussendlich.

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Fodas Team kommt in Fahrt.

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Lazaro sorgt für das wichtige 1:1.

Die EM 2020 bleibt für Österreich nach dem zweiten Sieg in Gruppe G in Reichweite. In Skopje wird die Partie nach einem Eigentor von Martin Hinteregger verdient noch ins höchst Positive gedreht. Spielerisch passte es, ein Manko blieb die Chancenauswertung.

Die Standardsituation zu Österreichs Siegen gegen Nordmazedonien und Slowenien.
DER STANDARD

Teamchef Franco Foda hatte es mit einer Änderung in der Startformation bewenden lassen. Statt Ersatzkapitän David Alaba, der wegen Muskelproblemen im Oberschenkel gar nicht erst mitgeflogen war, ritt der gegen Slowenien eingetauschte Leipziger Stefan Ilsanker von Beginn an, er sollte nach Willen des Coaches als "Stabilisator" im defensiven Mittelfeld wirken, schließlich schwebten Foda diesmal gar drei Spitzen vor. Die spitzeste quasi, Marko Arnautovic, trug von Beginn an die Kapitänsschleife. Martin Hinteregger biss nach seiner Rippenverletzung unterstützt von schmerzstillenden Spritzen die Zähne zusammen. Foda: "Er ist ja ein Kärntner."

Hinteregger ins falsche Tor

Goran Pandev, vom FC Genua, 2010 im Gegensatz zum Klubkollegen Arnautovic bei Inter Mailands Marsch zum Titel in der Champions League von Coach José Mourinho mehrmals eingesetzt, führte durchaus hoffnungsfrohe Nordmazedonier aufs Feld. Die Gastgeber, die aus davor drei Spielen vier Punkte geholt hatten, entgingen aber schon nach 37 Sekunden einem Tiefschlag. Arnautovic scheiterte nach Zuspiel von Andreas Ulmer am wachen Goalie Stole Dimitrievski. Zwölf Minuten später ließ Marcel Sabitzer nach Intervention von Ilsanker und Zuspiel von Arnautovic den nächsten Hochkaräter aus – per Edelroller am Tor vorbei.

Die österreichische Herren Fußball-Nationalmannschaft schafft am Montagabend ihren zweiten Pflichtsieg in der Qualifikation für die Europameisterschaft. In Skopje triumphiert die Elf von Franko Foda mit 4:1 gegen Nordmazedonien.
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Auf der Gegenseite ging’s bedeutend leichter. Im Bemühen, einen weiten Pass auf Pandev per Kopf auf Heinz Lindner zurückzulegen, düpierte Hinteregger seinen zu weit vor dem Tor stehenden Goalie. Nordmazedonien führte nach knapp 19 Minuten mit 1:0 und blieb voran, weil Dimitrievski, der Schlussmann von Rayo Vallecano, auch Arnautovic‘ zweite Prüfung mit Bravour bestand (23.). Die nach dem Heimsieg über Slowenien verbesserte Nummer 34 der Weltrangliste rannte an. Die Nummer 68 lauerte auf Konter, vergab die Vorentscheidung durch Pandev (31.) und kassierte noch vor der Pause nach einer Kombination von Ex-Salzburgern den Ausgleich. Valentino Lazaro verwertete eine Flanke von Konrad Laimer volley aus kurzer Distanz zu seinem zweiten Treffer für Österreich (39.).

Abfahrt

Sabitzer traf noch vor dem Verschnaufen die Stange (44.). Nach Seitenwechsel kam der steirische Hoffenheimer Stefan Posch (22) zu seinem Debüt, weil Aleksandar Dragovic mit Muskelproblemen passen musste. Am Spielmuster änderte das nichts, Goalie Dimitrievski musste gleich einmal bei einem Kopfball von Sabitzer brillieren (51.), ein Ferserl von Lazaro ging vorbei (55.). Zur Erlösung trug Schiedsrichter Alexej Eskow bei. Nach Attacke von Boban Nikolov an Sabitzer gab der Russe Elfmeter, Arnautovic verwertete zu seinem 23. Teamtreffer (62.). Die Nordmazedonier steckten nicht auf, trugen aber zur Entscheidung bei. Arnautovic verwertete ein Zuspiel von Sabitzer zum 3:1 (82.), den Endstand stellte Egzon Bejtulai per Eigentor her. Am 6. September kommt Lettland nach Salzburg. (lü, 10.6.2019)

EM-Qualifikation, Gruppe G, 4. Runde, Montag

Nordmazedonien – Österreich 1:4 (1:1)
Skopje, National Arena Todor Proeski, 10.000 Zuschauer, SR Jeskow (RUS)

Torfolge:
1:0 (18.) Hinteregger (Eigentor)
1:1 (39.) Lazaro
1:2 (62.) Arnautovic (Elfmeter)
1:3 (82.) Arnautovic
1:4 (86.) Bejtulai (Eigentor)

Nordmazedonien: Dimitrievski – Ristovski, Bejtulai, Velkoski, Alioski – Nikolov (67. Hasani), Bardhi, Ademi, Elmas (56. Ristevski) – Nestorovski (56. Radeski), Pandev

Österreich: Lindner – Lainer, Dragovic (46. Posch), Hinteregger, Ulmer – Ilsanker – Lazaro, Schlager, Laimer, Sabitzer (93. Schaub) – Arnautovic (89. Burgstaller)

Gelbe Karten: Elmas, Velkoski, Bejtulai, Bardhi