Hitze kann Smartphones ganz schön zusetzen – Schäden an Akku und Display können die Folge sein.

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Smartphones sind überall dabei. Aber nicht überall ist es für die empfindliche Elektronik auch ungefährlich. Im Sommer drohen Schäden durch Überhitzung. Wir zeigen, was die größten Gefahrenquellen sind und wie Smartphones sommerliche Hitzewellen unbeschadet überstehen.

Die Gefahrenquellen

Smartphones haben wie alle elektronischen Geräte Wohlfühltemperaturen, bei denen sie am besten funktionieren. Als Betriebstemperaturen werden beispielsweise von Apple und Samsung 0 bis 35 Grad angegeben. Im Juni stieg das Thermometer in Österreich erstmals über mehreren Tage hintereinander auf über 30 Grad. Aber auch bei etwas gemäßigteren Temperaturen kann es leicht passieren, dass ein Smartphone im Sommer überhitzt.

Im Auto kann es auf dem Armaturenbrett, aber auch im Handschuhfach sehr heiß werden. Hier sollte man Smartphones im Sommer nicht liegen lassen.
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Hier ist Vorsicht geboten:

  • Länger in der prallen Sonne liegen gelassen, droht ein Smartphone irreparable Schäden zu nehmen.
  • Der Innenraum eines Autos kann sich im Sommer auf 70 Grad und mehr aufheizen – Armaturenbrett oder eine Halterung an der Windschutzscheibe sind bei hohen Temperaturen deshalb tabu. Ebenso kann es im Handschuhfach sehr warm werden.
  • Auf Apps, die den Prozessor stark belasten, sollte man bei großer Hitze ebenfalls verzichten. Denn auch dadurch werden Smartphones heißer. Dazu gehören etwa Games mit aufwendiger Grafik.

Was kann passieren?

Hohe Temperaturen können die chemischen Abläufe eines Akkus beeinflussen und die Leistung beeinträchtigen. Es kann passieren, dass der Akku schneller leer wird und länger zum Aufladen benötigt. Im schlimmsten Fall kann es durch die Überhitzung auch zu einem Akkubrand kommen. Zudem kann die Anzeige des Displays gestört werden, wenn es zu hoher Hitze ausgesetzt ist.

Vor einigen Jahren kam es bei einer Reihe von Samsung-Smartphones zu Akkubränden. Das kann auch durch externe Hitzeeinwirkung passieren.
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Sollte es dennoch dazu kommen, dass ein Smartphone zu heiß wird, ist Folgendes zu beachten:

  • Als erste Maßnahme sollte man das Gerät ausschalten, an einen kühleren Ort bringen und abwarten, bis die Temperatur gesunken ist.
  • Überhitzte Geräte sollte man nicht in den Kühlschrank legen: Kondenswasser könnte eindringen und die Elektronik schädigen. Starke Temperaturschwankungen können ebenfalls zu Beeinträchtigungen führen.
  • Sofern bei der Hand, kann ein Cooling-Pad Abhilfe schaffen.

So schützt man Smartphones

Besser ist natürlich, es erst gar nicht zu Überhitzung kommen zu lassen, um Schäden gleich von vorneherein auszuschließen.

Im Freibad sollte man aufpassen, dass das Smartphone nicht in der prallen Sonne liegt.
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  • Das Smartphone am besten in einer Tasche im Schatten aufbewahren, wenn man es nicht benutzt.
  • Beim Aufladen sollte man besonders darauf achten, dass das Gerät nicht zusätzlich überhitzen kann. Am besten immer wieder mal die Temperatur des Geräts kontrollieren, wenn es länger am Stromkabel hängt.
  • Im Auto ist es im Kofferraum am kühlsten. Das mag für das Smartphone nicht der idealste Ort sein, für andere elektronische Geräte wie Kameras oder Tablets ist es während der Fahrt aber ein guter Aufbewahrungsort.
  • Auch mit Handyhüllen kann man das Smartphone etwas kühler halten – allerdings sollten diese aus Stoff oder Neopren bestehen, denn Plastikhüllen können sich verformen. (br, 12.6.2019)