Ein Großteil der Emissionen des Pentagon geht auf Flugzeuge zurück.

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Das Pentagon, das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten, emittiert mehr Treibhausgase als manche Staaten, darunter Schweden und Portugal. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf eine kürzlich veröffentlichte Studie der Brown University beruft.

Demnach hat das Pentagon im Jahr 2017 59 Millionen Tonnen CO2 und andere Treibhausgase emittiert. Wäre das Pentagon ein Land, dann läge es im Ranking der größten CO2-Emittenten an 55. Stelle, sagte Neta Crawford, Politikwissenschafterin und Autorin der Studie, zu Reuters. Zudem sei das US-Militär der größte institutionelle Verbraucher von Erdöl – und damit der weltweit größte Emittent von Treibhausgasen.

Größter Ölverbraucher der Welt

Das Pentagon habe seinen Treibstoffverbrauch seit 2009 signifikant reduziert und etwa Fahrzeuge effizienter gemacht und auf saubere Energie in Militärbasen umgestellt. Rund 30 Prozent der Treibhausgasemissionen des Pentagon entfallen auf die Energieversorgung der gut 560.000 Gebäude rund um den Globus. Allein um diese zu heizen, zu kühlen und mit Elektrizität zu versorgen, gab das US-Militär im Jahr 2017 3,5 Milliarden Dollar aus.

Der meiste Rest entfällt auf Flugzeugtreibstoff, der, verbrannt in großer Höhe, neben dem entstehenden CO2 zusätzlich schädlich auf das Klima wirkt.

"Es gibt viele Wege, die Emissionen weiterhin zu reduzieren", sagt Crawford. Würde das Pentagon auf treibstoffintensive Missionen in den Persischen Golf verzichten, könne es noch mehr fossile Brennstoffe einsparen. (red, Reuters, 14.6.2019)