Ein Arbeiter in einer Mine in der Provinz Jiangxi, wo Seltene Erden abgebaut werden.

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Peking – China droht wegen des Handelskonflikts seine Lieferung von seltenen Erden an amerikanische Rüstungsfirmen zu beschränken. US-Hersteller von Militärgeräten dürften "wahrscheinlich mit Einschränkungen konfrontiert werden", berichtete die "Global Times" am Montag. Die Zeitung wird von der "People's Daily" herausgegeben, die wiederum zur Kommunistischen Partei gehört.

China werde auch eine Liste ausländischer Verbraucher von seltenen Erden aus chinesischer Produktion erstellen. Die USA decken etwa 80 Prozent ihres Bedarfs an den 17 chemischen Elementen aus der Volksrepublik. Seltene Erden werden in der Rüstungsindustrie etwa für Triebwerke, Raketenlenksysteme, Satelliten und Laser benötigt, finden aber auch Anwendung in Unterhaltungselektronik und Smartphones.

Vorkommen in sieben Regionen

Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hatte zuvor gemeinsam mit dem Industrie- und dem Rohstoffministerium eine Studie über die Vorkommen in sieben Regionen veranlasst. Die Behörden der Regionen – darunter der Inneren Mongolei und Jiangxi – müssen demnach Daten und Maßnahmen zu Schutz, Entwicklung und Anwendung der Materialien liefern.

Chinas Staatsmedien hatten bereits Ende Mai wegen des Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten über eine Begrenzung des Exportes spekuliert. Die Regierung in Peking hatte so etwas bereits 2010 nach einem diplomatischen Streit mit Japan gemacht. (APA, Reuters, 17.6.2019)