Bei Microsoft wird an geheimer Hardware gearbeitet.

Foto: Elaine Thompson / AP

Anfang Juni brachte ein Bericht gute Nachrichten für die Fans von Microsoft-Hardware: Unter dem Codenamen "Centaurus" arbeite das Unternehmen derzeit an einem neuen Surface-Geräte. Dessen herausragendes Merkmal: Es soll mit zwei 9-Zoll-Displays ausgestattet sein. Glaubt man einem aktuellen Bericht, könnte die neue Hardware aber noch ein zweite, nicht minder wichtige Premiere mit sich bringen.

Android

"Centaurus" soll das erste Microsoft-Gerät mit Support für Android-Apps, berichtet Forbes in Berufung auf die Marktforscher von IHS Markit. Möglich werde dies durch den erstmaligen Einsatz von Windows Core OS (WCOS), einer neuen, leichtgewichtigen Windows-Variante. Diese sei nicht zuletzt entwickelt worden, um dem Erfolg von Google Chrome OS etwas entgegensetzen zu können, und offenbar hat man sich dabei auch gleich um Android-Kompatibilität bemüht – so wie sie bei Chrome OS auch gegeben ist.

Risiko

Ein solcher Schritt würde Microsoft zwar Zugriff auf eine Fülle an zusätzlichen Apps bieten, gleichzeitig geht damit aber auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko einher. Immerhin würde man damit indirekt die Attraktivität der eigenen Universals Windows Platform (UWP) weiter untergraben. Besteht doch die Gefahr, dass viele Softwareentwickler dann einfach auf ihre Android-Apps verweisen, anstatt extra erstellte UWP-Apps anzubieten. Zudem müsste Microsoft natürlich einen eigenen Android-App Store aufbauen – oder entsprechende Apps in seinen Windows Store integrieren. Zugriff auf den Play Store von Google würde man mit so einer Lösung jedenfalls kaum bekommen.

Ablauf

Laut dem Bericht könnte das entsprechende Gerät in der ersten Jahreshälfte 2020 auf den Markt kommen. Einen ersten Blick darauf könnte es allerdings noch im laufenden Jahr geben, üblicherweise hält Microsoft im Oktober einen Surface-Event ab. (apo, 24.6.2019)