Lego kauft den britischen Unterhaltungskonzern Merlin – dem auch das Wachsmuseum Madame Tussauds gehört. Ob Archie, der Sohn von Herzogin Meghan und Prinz Harry (im Bild in Wachs), mit Lego spielen wird, bleibt abzuwarten.

Foto: Rueters/Annegret Hilse

London – Lego macht zukünftig in Wachs – so könnte man jenen Deal zusammenfassen, den der dänische Spielzeughersteller gerade vorhat. Allerdings griffe das zu kurz, denn Lego, konkret ein Konsortium rund um den Eigentümer des Spielzeugherstellers, kauft viel mehr: den britischen Unterhaltungskonzern Merlin. Ihm gehört unter anderem das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds und die Legoland-Freizeitparks, er betreibt aber auch das Londoner Riesenrad London Eye.

Die Stiftung Kirkbi – sie ist Hauptaktionär von Lego – sowie der US-Investmentfonds Blackstone und der kanadische Pensionsfonds CPPIB bieten 5,9 Milliarden Pfund (umgerechnet 5,6 Milliarden Euro) für Merlin, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung an die Londoner Börse hervor. Der Verwaltungsrat des britischen Unternehmens hat dem Kauf bereits zugestimmt, erschließt sich aus der Meldung.

Kurssprung

Insgesamt ist das Übernahmeangebot 6,7 Milliarden Euro schwer – und es hat Merlin den größten Kurssprung seiner Firmengeschichte beschert. Die Aktien stiegen am Freitag in London um bis zu 14,3 Prozent. Dabei wechselten innerhalb der ersten 15 Handelsminuten bereits mehr als dreimal so viele Merlin-Papiere den Besitzer wie sonst im Schnitt an ganzen Handelstagen. (APA, red, 28.6.2019)