Torschützin Lina Magull.

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Rennes – Von Oliver Bierhoff gab es Rückendeckung für Martina Voss-Tecklenburg. Und schon bald nach dem bitteren WM-Aus und der verpassten Olympia-Qualifikation blickte auch die Trainerin des deutschen Fußball-Frauen-Nationalteams nach vorne. "Diese Mannschaft hat Potenzial und eine Zukunft", sagte die 51-Jährige nach dem 1:2 am Samstag im WM-Viertelfinale gegen Schweden.

"Weil wir ein Spiel verloren haben, stellen wir nicht alles infrage", sagte Voss-Tecklenburg. Sie hatte nach dem Experiment mit Steffi Jones die Frauen-Mannschaft Ende des vergangenen Jahres von Interimstrainer Horst Hrubesch übernommen.

"Tolle Ansätze"

"Martina Voss-Tecklenburg hat in der kurzen Zeit schon sehr viel bewegt, wir haben viele tolle Ansätze gesehen, die Erneuerung schreitet voran. Dafür können wir uns bei Martina und ihrem Trainerteam nur bedanken und sie ermuntern, diesen Weg konsequent fortzusetzen", erklärte Bierhoff, der Direktor Nationalmannschaften und Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), in einer Verbandsmitteilung.

Doch bei den deutschen Fußballerinnen gab es zunächst Tränen der Enttäuschung. Auch Voss-Tecklenburg lief nach ihrer ersten Niederlage als Bundestrainerin mit versteinerter Miene über den Rasen in Rennes. Für die Olympiasiegerinnen aus Deutschland war in Frankreich der WM-Titeltraum jäh geplatzt. Noch viel schlimmer: Auch Olympia im kommenden Jahr findet ohne den achtfachen Europameister statt.

Kein Platz für Deutschlad

Weil sich nur die drei besten europäischen Teams für die Sommerspiele 2020 in Tokio qualifizieren, können die Olympiasiegerinnen von Rio 2016 in Japan nicht erneut um Gold spielen.

Während die deutsche Mannschaft am Sonntag enttäuscht die Heimreise antreten wird, trifft Schweden nach dem ersten Sieg gegen Deutschland bei einem großen Turnier seit 24 Jahren im Halbfinale am kommenden Mittwoch auf Europameister Niederlande. In der Vorschlussrunden-Partie am Dienstag ermitteln England und Titelverteidiger USA den ersten Finalisten. (APA, 30.6.2019)