Ein Großer lässt es sein.

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Marc Janko lässt es endgültig sein. Der ehemalige ÖFB-Spieler gab per Twitter bekannt, dass er seine aktive Karriere beendet. Der 36-jährige Wiener begann das Kicken bei der Admira, so richtig ins Rampenlicht spielte sich Janko bei Red Bull Salzburg, 2009 wurde er Torschützenkönig in Österreich. Er wechselte in die Niederlande (Twente), nach Portugal (FC Porto), in die Türkei (Trabzonspor) und nach Australien zum FC Sydney. Erfolgreiche Stationen (Twente Enschede), mittelmäßige Stationen (FC Porto) und komplette Fehltritte (Trabzonspor) ließen auf eine spannende, aber keine außergewöhnliche Karriere schließen.

Überraschend berief 2014 der damalige ÖFB-Teamchef Marcel Koller den Stürmer aber ins Nationalteam ein. Aus dem Karriere-Spätherbst wurde ein Frühling, Janko wechselte zurück nach Europa zum FC Basel und trug maßgeblich dazu bei, dass Österreich zur Europameisterschaft 2016 nach Frankreich fuhr.

Janko versuchte es noch einmal in Prag (Sparta Prag) und beim FC Lugano in der Schweiz bis er schließlich seine Karriere dort beendete. Für das Nationalteam erzielte er in 70 Spielen 28 Tore, darunter sein spektakulärer Treffer in der Euro-Quali in Russland. Insgesamt traf der 1,96 m große Stürmer in 439 Pflichtspielen 214 Mal ins Tor. Job done.

Legendär

Später wurde bekannt, dass Janko als 50. Mitglied in den Legenden-Klub des ÖFB aufgenommen. Das verlautete ÖFB-Präsident Leo Windtner am Montagnachmittag. "Marc Janko hat in 13 Jahren sehr viel für das Nationalteam und den ÖFB geleistet und stets vollen Einsatz gezeigt. Gerade seine wichtigen Tore auf dem Weg zur EURO 2016 werden immer unvergessen bleiben", sagte der Oberösterreicher.

Der Stürmer sei nicht nur ein "hochangesehenes Mitglied" der Mannschaft gewesen. "Er war auch ein verlässlicher Gesprächspartner für den ÖFB, der auch als konstruktiv-kritisches Korrektiv gewirkt hat", schilderte Windtner.

Auch Peter Schöttel dankte Janko für seine Leistungen. "Marc Janko war viele Jahre lang ein zentraler Bestandteil des Nationalteams und hat auch bei den Nachnominierungen in den letzten Monaten bewiesen, dass er immer da ist, wenn er gebraucht ist – als Spieler und als Persönlichkeit. Er hat auch den gesamten österreichischen Fußball im Ausland mehr als würdig vertreten", sagte der ÖFB-Sportdirektor. Der Ex-Rapidler wünschte dem Angreifer viel Erfolg für seine zukünftige Laufbahn. "Ich bin mir sicher, dass sich unsere Wege im Fußball in der einen oder anderen Form immer wieder kreuzen werden", so Schöttel. (hag, APA 1.7.2019)