Sehr gesund: Kim Jong-un und Donald Trump.

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Washington – Wie gesund ist Nordkoreas übergewichtiger und rauchender Machthaber Kim Jong-un? In den USA hat sich um diese Frage insbesondere in der rechten Medienlandschaft eine Diskussion entwickelt Fox-News-Moderator Tucker Carlson – der bei dem Treffen am Sonntag nach eigenen Angaben nur rund einen Meter entfernt von Kim und Trump stand – hatte von pfeifenden Atemgeräuschen des Nordkoreaners berichtet, die wie bei einem Lungenkranken geklungen hätten.

Der Arzt und Medizin-Experte des Senders, Marc Siegel, sagte am Montagabend, er glaube, dass Kim an einem "Obesitas-Hypoventilationssyndrom" leide. "Was ein modisches Wort für jemanden ist, der fettleibig ist und nicht genug Luft in seine Lungen bekommen kann und einen dicken Nacken hat, wo das Fett im Nacken die Atmung unterdrückt", erklärte Siegel.

"Sehr gesund"

"Das Rauchen zusätzlich zu der Fettleibigkeit und dem dicken Nacken wird immer zu schweren Gesundheitsproblemen führen", sagte Siegel in Carlsons Sendung. "Auf der Basis dessen, was ich gesehen habe und was Sie beschreiben, wäre ich unbedingt besorgt um seine Gesundheit."

Nach der historischen Zusammenkunft mit Kim an der innerkoreanischen Grenze schrieb US-Präsident Donald Trump am Montag (Ortszeit) auf Twitter: "Wir hatten ein großartiges Treffen, er sah wirklich gut aus und sehr gesund." Nun wird Trump ausgerechnet auf dessen Haussender Fox News widersprochen.

Trump und Kim waren am Sonntag in einem sehr kurzfristig anberaumten Treffen zusammengekommen. Sie hatten dabei ihr gutes persönliches Verhältnis und den Willen zum Abbau der Spannungen betont, allerdings keine konkreten Schritte dazu vereinbart. Die Spannungen zwischen den beiden Staaten haben sich seit der Aufnahme direkter Gespräche zwischen dem Machthaber und dem Präsidenten aber verringert. (red, APA, 2.7.2019)