Die Panzer werden mit der Eisenbahn nach Washington gebracht.

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Um den Straßenbelag zu schonen, stehen die tonnenschweren Militärfahrzeuge auf einer Unterlage.

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Ein Bradley-Schützenpanzer wird eingeparkt.

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Zum US-Nationalfeiertag am 4. Juli hat sich Donald Trump eine Militärparade gewünscht. Der US-Präsident war bei seinem Frankreich-Besuch 2017 von dem Aufmarsch der französischen Armee so beeindruckt, dass er einen solchen auch in der US-Hauptstadt anordnete.

Doch aus dem Pentagon wurde der "Washington Post" damals umgehend die Information zugespielt, dass die Militärparade rund 92 Millionen Dollar gekostet hätte, woraufhin die Pläne im Vorjahr gestoppt wurden.

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Nun ist es so weit: Er werde am Donnerstag eine Rede halten und "die besten Kampfflugzeuge der Welt und auch andere Flugzeuge" über die Feierlichkeiten fliegen lassen, kündigte Trump am Montag im Weißen Haus an, "und wir werden draußen ein paar Panzer stationiert haben".

Es gehe um "brandneue" Panzer wie etwa den Sherman (von der US-Armee von 1942 bis 1957 verwendet) und Abrams (Ersteinsatz 1980). "Wir werden einiges an unglaublichem Gerät, Militärgerät, zur Schau stellen."

Donald Trumps Pressekonferenz. Die "brand new Sherman tanks" kündigt der US-Präsident ab Sekunde 30 an.
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Außerdem sollen diverse Kampfflugzeuge, die Kunstflugstaffel Blue Angels und das Präsidentenflugzeug Air Force One, eine umgebaute Boeing 747, über die Hauptstadt fliegen. "Wir werden einen großartigen 4. Juli in Washington, D.C., haben. Er wird wie kein anderer, er wird besonders, und ich hoffe, dass viele Menschen kommen", sagte Trump.

Die Friedensaktivistengruppe Code Pink hat die Genehmigung erhalten, eine aufblasbare Trump-Puppe ("Baby Trump") zur Parade zu bringen, darf diese laut eigenen Angaben aber nicht mit Helium füllen und fliegen lassen.

Schon im Februar freute sich Trump auf seine Parade.

Wie viel die Parade kostet, will der Veranstalter nicht bekanntgeben, berichtet die "Washington Post". Bekannt sei lediglich, dass für die Aufräumarbeiten nach der Veranstaltung aus dem Budget der US-Nationalparkbehörde 2,5 Millionen Dollar (2,2 Millionen Euro) abgezweigt werden, so die Zeitung. (bed, 3.7.2019)