Die Stonewall-Proteste in den USA gelten als Wendepunkt in der Schwulenbewegung.

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Madrid – Hunderttausende Menschen haben in Madrid ein Zeichen für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgender gesetzt. Die nach Polizeiangaben rund 400.000 Teilnehmer der Gay-Pride-Parade feierten am Samstag in der spanischen Hauptstadt den 50. Jahrestag der Stonewall-Proteste in den USA, einen Wendepunkt für die Schwulenbewegung.

Am 28. Juni 1969 hatte die Polizei das Stonewall Inn gestürmt, eine Schwulenbar in der Christopher Street im New Yorker Greenwich Village. Es folgten tagelange schwere Zusammenstöße zwischen Aktivisten und Sicherheitskräften. Die Proteste gelten als einer der Startpunkte der Bewegung für die Rechte Homosexueller in den USA.

Ein Jahr nach dem Beginn der Proteste erinnerten Schwulenrechtsgruppen vor dem Stonewall Inn an die Ereignisse – die Geburtsstunde der Gay Pride. In Spanien war Homosexualität zu dieser Zeit unter Diktator Francisco Franco noch illegal. Erst 1978, drei Jahre nach Francos Tod, wurden die homophoben Gesetze geändert. (APA, 7.7.2019)