Wenig Urlaub, wenig Freizeit, das ist in der Gastronomie gang und gäbe. Das ihr zustehende Gehalt bekam eine Niederösterreicherin erst nach Intervention der Arbeiterkammer.

Foto: APA

St. Pölten – Rosenkriege sind immer unschön. Mit einem besonders pikanten Fall war die Arbeiterkammer Niederösterreich jüngst befasst. Es ging um einen Rosenkrieg, der auch arbeitsrechtliche Konsequenzen mit sich brachte.

Eine Frau hatte demnach zwölf Jahre lang im Gasthaus ihres Mannes gearbeitet und war während der Scheidung gekündigt worden. Über die Jahre hatte sie – Jahr für Jahr – gemeinsam mit ihm nur zwei Wochen Urlaub konsumiert. Das musste er gewusst haben, als er sie bei der Trennung kündigte, so die AK. Der Mann versuchte seine ExFrau mit 1.700 Euro für den entgangenen Urlaub abzuspeisen.

Damit gab sich die Mostviertlerin allerdings nicht zufrieden. Sie wandte sich an die AK Niederösterreich, die die ausständigen Ansprüche für die Arbeitnehmerin erarbeitete, und das zahlte sich aus. Der Exmann und -Arbeitgeber musste der Betroffenen schließlich 36 Wochen Urlaub nachzahlen, wie ein Vergleich vor dem Arbeits- und Sozialgericht ergab. "Für die 58-Jährige waren das 14.000 Euro", sagt AK-Niederösterreich-Präsident Markus Wieser. (red, 8.7.2019)