Kroatien will ab 2020 am europäischen Wechselkurs-Mechanismus teilnehmen.

Foto: REUTERS/Kai Pfaffenbach/File Photo

Brüssel – Kroatien hat eine wichtige Weiche auf dem Weg zu einer künftigen Euro-Mitgliedschaft gestellt. Es beantragte am Montag die Teilnahme am europäischen Wechselkurs-Mechanismus (ERM 2), der eine Vorstufe zum Beitritt zur Eurozone bildet, teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno mit. Kroatiens Zusagen seien bei den Eurofinanzministern bei einem Treffen am Montag begrüßt worden.

Kroatien will ab 2020 am ERM 2 teilnehmen. Ein Land muss mindestens zwei Jahre daran teilgenommen haben, ehe es den Euro einführt. So soll sichergestellt werden, dass dessen Währung nicht zu stark schwankt. Sollten die Europäische Zentralbank und die Eurostaaten zustimmen, könnte Kroatien frühestens 2023 der Währungsgemeinschaft beitreten.

In einer Umfrage der kroatischen Zentralbank aus diesem Jahr hatten sich 52 Prozent für den Euro ausgesprochen, 40 Prozent waren dagegen. Kroatiens Währungshüter lassen die Landeswährung derzeit in einer engen Spanne von 7,4 bis 7,7 Kuna zum Euro schwanken. Zuletzt stand die Landeswährung unter Aufwertungsdruck, worauf die Notenbank mit Devisenmarkt-Interventionen reagierte. (APA, Reuters, 8.7.2019)