Das iPhone XR frisst die Absätze der teureren Modelle. Und beim iPhone 11 könnten sich die Absatzprobleme generell verschärfen.

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Es gibt zwei Perspektiven auf das aktuelle Geschäft bei Apple: Einerseits erzielt das Unternehmen noch immer jedes Quartal Milliardengewinne. Gleichzeitig ist aber unübersehbar, dass die Zeiten des ungebremsten Wachstums auch beim iPhone-Hersteller langsam zu Ende gehen dürften. Dafür verantwortlich sind nicht zuletzt schwächelnde Smartphone-Absätze, und dieses Problem dürfte sich noch verstärken, wenn man den Einschätzungen der Analysten von Rosenblatt Securities glaubt.

Ausblick

Die Experten rechnen mit sehr schlechten Verkäufen der nächsten iPhone-Generation, berichtet Apple Insider. Ganz generell werde das Apple-Geschäft in den kommenden Monaten eine "fundamentale Verschlechterung" erleben. Als Konsequenz hat Rosenblatt Securities die eigene Empfehlung für die Apple-Aktie von neutral auf verkaufen geändert. Solche Empfehlungen sind ein Richtwert für Aktienhändler, haben also eine durchaus relevante Auswirkung auf den Markt.

Neben einer schwachen Nachfrage für das iPhone gehen die Analysten auch von einer Abkühlung des Interesses am iPad aus. Gleichzeitig würden die wachsenden Einnahmen durch Homepod, Airpod und Apple Watch diese Umsatzeinbußen nicht ausgleichen können.

Falsche Strategie?

Deutliche Worte finden die Experten auch für das iPhone XS: Dieses sei eines der am schlechtesten verkauften iPhones der Geschichte. Schuld gibt man dabei der Apple-Strategie mit drei unterschiedlichen Modellen, denn mit dem iPhone XR habe man die beiden teuersten Modelle unterwandert. Vom iPhone XR würden mehr Geräte abgesetzt als von iPhone XS und XS Max zusammen.

Doch die Analysten haben noch ein weiteres Argument dafür, warum die iPhone-11-Absätze besonders schwach ausfallen könnten: Es sei bekannt, dass im Jahr 2020 das erste iPhone mit 5G-Support kommt. Angesichts dessen könnten viele Interessenten noch ein weiteres Jahr zuwarten. (red, 10.7.2019)