Ursula von der Leyen mahnt, dass nicht mehr viel Zeit bleibe, den Planeten zu retten.

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Brüssel/Straßburg – Die nominierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ambitioniertere EU-Klimaziele gefordert. "Klimaneutralität 2050 ist ein Muss", sagte sie am Mittwoch nach Gesprächen mit EU-Parlamentariern in Brüssel. Die EU müsse sich auch ehrgeizigere Ziele für 2030 setzen. "CO2 muss einen Preis haben."

Man habe die Stimme der jungen Menschen gehört, sagte Von der Leyen. Zur Rettung des Planeten bleibe aber nicht mehr viel Zeit. Europa könne in dieser Situation Antworten geben und Stabilität und Arbeitsplätze bieten. "Wir müssen aber auch die Menschen mitnehmen."

Mindestlöhne in jedem EU-Land

Von der Leyen sagte weiters, sie werde für Mindestlöhne in jedem EU-Land eintreten. In den nächsten fünf Jahren sei ein starkes und geeintes Europa auf der Weltbühne erforderlich. Die Welt brauche ein starkes Europa.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Von der Leyen habe vorgeschlagen, "das europäische Klimaziel von 40 Prozent auf 50 Prozent zu erhöhen", sagte der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese nach Beratungen in Brüssel.

Die EU-Staaten hatten sich im Juni nicht auf das Ziel Klimaneutralität bis 2050 geeinigt. Widerstand dagegen hatten mehrere osteuropäische Staaten angemeldet. (APA, 10.7.2019)