Glasfasernetze bieten höheren Übertragungsgeschwindigkeiten als Kupferkabel.

Foto: Peter Kneffel/dpa/APA

A1 hat im ersten Halbjahr 2019 weitere 170.000 Haushalte an sein Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt versorgt das Unternehmen aktuell 420.000 Haushalte mit derartigen Breitbandinternetanschlüssen. Das gab der Mobilfunker am Donnerstag bekannt.

Glasfaser statt Kupfer

Über das Glasfasernetz sind Datenübertragungsraten von bis zu 300 Mbit/s möglich. Bisher werden Nutzer in 70 österreichischen Gemeinden damit versorgt. Glasfaser spielt auch für den Ausbau von 5G eine wichtige Rolle, da die Sendemasten darüber angebunden werden.

Im März forderte der Verein Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT), dass verstärkt Glasfaser- statt Kupferleitungen verlegt werden müssen. Der VAT kritisiert, dass noch immer Fördermittel in Kupferleitungen fließen würden. Glasfaseranbindungen müssten bis direkt in Wohnungen und Büros verlegt werden, auf den letzten Metern solle nicht mehr auf Kupferkabel zurückgegriffen werden. Denn dadurch werde die Leistung abgebremst.

Verschiedene Anschlüsse

Die 420.000 Haushalten von A1 werden sowohl mit direkten Anbindungen (Fiber To The Building) als auch mit Anbindungen bis zum Gehsteig (Fiber To The Curb) versorgt. Seitens A1 heißt es dazu gegenüber dem STANDARD: "Die letzten (wenigen) Meter können wir dann mit Technologien über Kupfer (G.Fast, etc.) bis ans Maximum ausnutzen und glasfaserschnelle Geschwindigkeiten bieten." Wieviele von diesen Haushalten direkt bis in die Wohnung an das Glasfasernetz angeschlossen sind, gibt A1 nicht bekannt. (br, 11.7.2019)