Das Feuer war von weit aus zu sehen.

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Moskau – Ein Brand auf dem Gelände eines Kraftwerks hat am Donnerstag nahe der russischen Hauptstadt Moskau für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Nach Angaben der Behörden waren mehr als 150 Helfer mit Löschhubschraubern im Einsatz, um die Flammen an einer Gaspipeline zu löschen. Zumindest elf Menschen wurden verletzt.

Die Ursache des Feuers in der Stadt Mytischtschi war zunächst unklar, offizielle Angaben gab es nicht. Die Flammen loderten auf einer Fläche von 800 Quadratmetern. Auf Bildern in russischen Medien war zu sehen, wie die Flammen bis zu 50 Meter hoch züngelten. Wie das Energieministerium mitteilte, war eine Hochdruckleitung in Brand geraten, die das Kraftwerk Nummer 27 etwa 20 Kilometer vor Moskau mit Gas versorgt. Experten gingen davon aus, dass die Leitung zuvor bei Bauarbeiten beschädigt worden war und es danach zur Explosion kam. Zum Löschen wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Die Flammen hätten auf zwei weitere Gebäude übergegriffen.

Keine Gefahr für Wohngebiete

Dem russischem Zivilschutzministerium zufolge wurden insgesamt elf Menschen medizinisch versorgt, fünf wegen leichterer Brandverletzungen. Ins Krankenhaus kam niemand. Die Anlage selbst war nicht betroffen. Gefahr für umliegende Wohngebiete bestand nicht.

Die Rauchsäule war von der Hauptstadt aus zu sehen. Sie schwächte sich aber ab, nachdem Einsatzkräfte die Gaszufuhr zu der Pipeline sperrten und den Flammen den Nachschub abschnitten. Die Behörden zeigten sich zuversichtlich, den Brand des schon ausgetretenen Gases bald ganz eindämmen zu können. Wegen des Rauchs war eine Autobahn in Richtung Moskau am Donnerstag gesperrt.

Das teils in der Spätphase der Sowjetunion erbaute Gaskraftwerk war 1996 in Betrieb gegangen und versorgt Teile Moskaus und der umliegenden Region mit Strom und Fernwärme. Nach Angaben der Behörden sei die Versorgung der Bevölkerung nicht beeinträchtigt gewesen. (APA, 11.7.2019)