China investiert stark in "Schlüsselbereiche", wie es aus dem Finanzministerium in Peking heißt.

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Peking – Im Kampf gegen den konjunkturellen Abschwung hat China die Staatsausgaben in der ersten Jahreshälfte kräftig gesteigert. Die Ausgaben wuchsen um 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Finanzministerium am Dienstag mit. Die Einnahmen legten indes nur um 3,4 Prozent zu. "In der ersten Jahreshälfte war das Wachstum der landesweiten Ausgaben deutlich schneller als das Einnahmenwachstum und unterstützte die Investitionen in Schlüsselbereichen stark", sagte ein Vertreter des Finanzministeriums.

Der Handelskonflikt mit den USA lastet immer schwerer auf Chinas Konjunktur und drückt das Wirtschaftswachstum auf das niedrigste Niveau seit 27 Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni nur noch um 6,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu. Zu Jahresbeginn hatte es noch ein Plus von 6,4 Prozent gegeben. Peking hat beispielsweise die Investitionen in die Infrastruktur hochgefahren, um der Konjunktur auf die Sprünge zu helfen. (Reuters, 16.7.2019)