In Israel wurden die höchsten Temperaturen seit der Staatsgründung registriert. Auch in Jerusalem suchten Kinder Abkühlung.

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Tel Aviv – Brütende Hitze mit Temperaturen von bis zu 50 Grad: Israel hat am Mittwoch den heißesten Tag seiner Geschichte verzeichnet. Es seien die höchsten Temperaturen seit Juni 1942 gewesen, sechs Jahre vor der Staatsgründung, bestätigte der israelische Wetterdienst am Donnerstag. In Sodom am Toten Meer wurden fast 50 Grad gemessen.

Auch in der Küstenebene am Mittelmeer trieb ein heißer Wüstenwind die Temperaturen auf bis zu 42 Grad im Schatten. Die Luftfeuchtigkeit war mit zehn bis 25 Prozent an verschiedenen Orten des Landes ungewöhnlich niedrig für die Jahreszeit.

Heißer war es nach Angaben des Wetterdiensts zum letzten Mal im Juni 1942. Damals wurden in Tirat Zvi im Nordosten des heutigen Israel 54 Grad gemessen.

Während der neuen Hitzewelle kam es an verschiedenen Orten zu Bränden. Dabei wurden mehrere Menschen leicht verletzt, rund 200 Häuser mussten geräumt werden.

Der israelische Wetterdienst brachte den Hitzerekord mit der Erderwärmung in Verbindung. "Extreme Temperaturen wurden auch in weiterer Vergangenheit gemessen, aber die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren an mehreren Messstationen absolute Hitzerekorde gebrochen wurden, weist darauf hin, dass sich die Erderwärmung nicht nur auf durchschnittliche Temperaturen auswirkt, sondern auch auf extreme Temperaturwerte", hieß es. Daher rechne man auch in Zukunft mit extremen Hitzewellen und Rekordtemperaturen. (red, APA, 18.7.2019)