Microsoft-Chef Satya Nadella darf mit seinem Werk zufrieden sein.

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Das florierende Cloud-Geschäft und das nahende Ende des Betriebssystems Windows 7 haben das Wachstum von Microsoft angekurbelt. Der Umsatz des weltgrößten Softwarekonzerns stieg im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 um 14 Prozent auf 125,8 Mrd. Dollar (112,16 Mrd. Euro). Der Nettogewinn sprang um gut ein Fünftel auf 36,8 Mrd. Dollar, wie der US-Konzern mitteilte.

Im Schlussquartal übertraf Microsoft die Erwartungen von Analysten, was den Kurs des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt nach Handelsschluss in New York auf neue Rekordmarken über 140 Dollar je Aktie schob.

Ausblick

Investmentbanken erhöhten reihenweise ihr Kursziel auf 155 Dollar. So setzen etwa J.P. Morgan, Credit Suisse und der Vermögensverwalter Canaccord Genuity auf weiteres Kurspotenzial. Im April schon hatte Microsoft die Marke von einer Billion Dollar beim Börsenwert geknackt und damit Apple als wertvollsten Konzern überholt.

Das florierende Cloud-Geschäft mit der Plattform Azure, aber auch das Netzwerk LinkedIn und Windows-Anwendungen brachten den Softwareriesen mehr Umsatz ein als Analysten erwartet hatten. Die Erlöse stiegen im vierten Quartal um zwölf Prozent auf 33,72 Mrd. Dollar. Die Windows Nachfrage sei vom bevorstehenden Ausmustern der Version Windows 7 getrieben worden, erklärte das Unternehmen weiter. Auch hätten Kunden aus Sorge über höhere Zölle Lagerbestände an Computern aufgebaut. Der Nettogewinn von Microsoft sprang im Quartal auf 13,19 Mrd. Dollar von 8,87 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum.

Marktlage

Mit "Azure" ist Microsoft am Markt für Cloud-Software, die per Abonnement über das Internet bezogen wird, zur Nummer zwei im Markt hinter "AWS" von Amazon aufgestiegen. So wie Google bieten sie neben dem Mieten der Software Privat- wie auch Geschäftskunden Speicherplatz in der Datenwolke an. (APA, 19.7.2019)