Automatisch installierte Desktop-App von Dropbox war ein "Versehen"

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Mac-Nutzer wurden nach der letzten Software-Aktualisierung von Dropbox unangenehm überrascht. Durch das Update wurde die neue, im Juni vorgestellte Dropbox-App automatisch installiert – ohne Einwilligung des Nutzers. Dieses aufgedrängte Programm des Cloud-Dienstes sollte sich eigentlich noch in der Testphase befinden. Laut Dropbox sei die Installation ein "Versehen" gewesen und wurde nun wieder rückgängig gemacht

Aufdringliche Desktop-App

Das neuste Update für Dropbox brachte eine verwunderliche Änderung mit sich. Mac Nutzer fanden plötzlich das Dropbox-Icon in ihrem Dock wieder, weil sich die neue App von selber installiert hatte. Zuvor konnten Dropbox-Ordner im Finder organisiert werden, doch mit der neuen App ist das nicht mehr möglich – die App drängt sich in den Vordergrund, wenn auf Dropbox-Files zugegriffen wird.

Das neue Programm lässt sich war schließen aber nicht aus den Startobjekten des Nutzers entfernen, was zur erneuten Öffnung nach jedem Neustart führt, so Heise in einem Bericht. Die Synchronisationsfunktion sein nun Bestandteil der App und könne nicht separat erfolgen, so der Support Dropbox’ im Forum des Dienstes. Wenn man die App aus den Startobjekten entfernt, sei die Synchronisation von Dateien erst wieder bei beim Öffnen der App und nicht, wie zuvor, im Hintergrund.

Neue App soll digitaler Schreibtisch werden

Dropbox kündigte seine neue Desktop-App bereits im Juni an. Diese sollte ein zentraler Arbeitsplatz für Nutzer werden, auf dem Dienste wie Slack, Zoom und Tools von Google integriert sind. Mit dieser Entwicklung entfernt sich Dropbox somit zunehmend vom unscheinbaren Speicherdienst und versucht mit Microsoft und Google zu konkurrieren. (hsu, 19.07.2019)