In den vergangenen Jahren durchlebte die Weltwirtschaft zwei große Krisen – das Platzen der Internetblase im Jahr 2000 und die US-Subprime-Krise im Jahr 2008. Beide Ereignisse sind auf (betriebs-)wirtschaftliche Fehler zurückzuführen und beide Male hat die Politik Schlimmeres verhindert. Heute stehen wir vor der nächsten Weltwirtschaftskrise. Anders als in der Vergangenheit wird die Politik dafür verantwortlich sein. Denn seit er im Amt ist, zündelt US-Präsident Donald Trump nur so herum (China, Iran, NAFTA). Oft bekommt man den Eindruck, es ginge ihm nur darum, das Werk seines Vorgängers Barack Obama zu zerstören.

Trump hatte sich im Wahlkampf als jemand präsentiert, der von Wirtschaft eine Ahnung hätte. Dabei ist dort wo Trump draufsteht (zB Trump Tower), oft schon lange nicht mehr Trump drin. Es ist nur mehr eine Frage der Zeit (bis spätestens nach seiner Wiederwahl), dass Donald Trump vollends seinem Narzissmus freien Lauf lässt und auch das letzte Porzellan im Glasladen der Weltpolitik zerstört. Wird dann die Wirtschaft kommen, um die Scherben der Politik aufräumen? Das wäre ein interessanter Rollentausch. Sollte es tatsächlich dazu kommen, könnte sich die Wirtschaft auch gleich um nachhaltige Maßnahmen gegen die Klimakrise kümmern. Denn hier versagt nicht nur ein einzelner amoklaufender Politiker in Übersee, sondern gleich der gesamte Berufsstand. Weltweit. (Markus A. Gaßner, 22. Juli 2019)