In "Avengers: Endgame" geht es um die Avengers Iron Man, Hulk, Black Widow und Captain America in ihrem Kampf gegen den Bösewicht Thanos.

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New York – Die Superhelden von "Avengers: Endgame" stehen nun offiziell ganz oben auf dem Treppchen. "Avengers: Endgame" ist seit dem Wochenende der weltweit erfolgreichste Film der Kinogeschichte. Der Film habe seit April weltweit rund 2,79 Milliarden Dollar (etwa 2,484 Milliarden Euro) eingespielt und damit die alte Bestmarke von "Avatar – Aufbruch nach Pandora" (2009, 2,7897 Milliarden Dollar) überboten.

Den Blockbuster "Titanic" von 1997 hatte "Avengers: Endgame" bereits kurz nach seinem Start hinter sich gelassen. Allerdings sind diese Zahlen nicht an die Inflation oder steigende Preise für Kinotickets angepasst.

Der Rekord bleibt im selben Unternehmen, denn "Avengers" ist Teil des seit 2009 zu Disney gehörenden Marvel-Comicuniversums. Erst im März hatte Disney dann auch für 71,3 Milliarden Dollar Fox gekauft, dessen Studio 20th Century Fox auch die Rechte an "Avatar" besaß. Disney gehören damit unter anderem die Rechte an den Marvel- und an den Star-Wars-Filmen, an den Animationsfilmen von Pixar und an Einzelhits wie "Titanic". Der Konzern besitze die Rechte an sieben der zehn kommerziell erfolgreichsten Filme der Geschichte, schreibt "Variety".

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In "Avengers: Endgame" geht es um die Avengers (auf Deutsch etwa: "die Rächer") Iron Man, Hulk, Black Widow und Captain America in ihrem Kampf gegen den Bösewicht Thanos (gespielt von Josh Brolin), der im Vorgängerfilm "Avengers: Infinity War" mal eben mit einem Fingerstreich die Hälfte des Universums vernichtet hatte. Dass dabei ein Teil des Superheldenteams der Avengers auch dran glauben musste, heizte die Spannung für Fans noch weiter an. Ob es noch einen Ausweg aus der Misere gibt, beantwortet der Film mit einer Star-Besetzung um Robert Downey Jr. und Scarlett Johansson unter der Regie der Brüder Anthony und Joe Russo in drei Stunden.

"The Avengers" begann 1963 als Comic-Serie des Marvel-Verlags und gilt Fans seitdem als Institution. Am Wochenende hatten die Marvel-Macher auf der Comic-Con in San Diego zahlreiche neue Filme aus dem Superhelden-Universum angekündigt. Scarlett Johansson bekommt als Black Widow erstmals einen eigenen Superhelden-Film, der im Mai in die Kinos kommen soll. Geplant sind außerdem Fortsetzungen von "Black Panther", "Guardians of the Galaxy" und "Captain Marvel". Mit "The Eternals", in dem Angelina Jolie und Salma Hayek mitspielen, kommt im November 2020 erstmals ein gehörloser Superheld auf die Leinwand.

In Nordamerika hinter "Star Wars"

In Nordamerika bleibt "Avengers: Endgame" mit etwa 855 Millionen Dollar allerdings hinter "Star Wars: Das Erwachen der Macht" und knapp 937 Millionen Dollar nur auf dem zweiten Rang der erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Insgesamt kommen die 23 Filme des Marvel-Universums in den USA und Kanada auf rund 8,5 Milliarden Dollar Gesamteinspiel, die 19 Star-Wars-Filme nahmen knapp 4,6 Milliarden Dollar ein.

Rechnet man historische Daten hoch auf heutige Preisniveaus, dann ist immer noch der erstmals 1939 veröffentlichte "Vom Winde verweht" Spitzenreiter. Das Bürgerkriegsdrama spielte nach seinem Erscheinen zwar nur 402 Millionen Dollar ein, der Verband der US-Kinobetreiber hebt aber hervor, dass der Film beim durchschnittlichen US-Ticketpreis im Jahr 2018 von 9,11 Dollar allein in den Vereinigten Staaten 1,958 Milliarden Dollar erzielt hätte. Das Guinness-Buch der Rekorde schätzt die weltweiten Einnahmen mit dem Film inflationsbereinigt auf 3,44 Milliarden Dollar. (APA, 23.7.2019)