Soldaten patrouillieren in der Nähe des Anschlagsort in Kabul.

Foto: Reuters/MOHAMMAD ISMAIL

Kabul – Bei drei Selbstmordanschlägen in Afghanistans Hauptstadt Kabul sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Wie ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Donnerstag mitteilte, bekannte sich zu dem Anschlag zunächst niemand.

Nach Angaben des Sprechers fuhr gegen 8.10 Uhr Ortszeit (5.40 Uhr MESZ) ein Selbstmordattentäter im Osten der Stadt mit einem Motorrad gegen einen Bus und sprengte sich in die Luft. Die beiden anderen Explosionen wurden ebenfalls im Osten Kabuls gemeldet. Bei einer handelte es sich den Angaben zufolge um eine Autobombe. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Gewalt nimmt zu

Die Gewalt in Kabul und anderen Teilen Afghanistans nimmt trotz Bemühungen der USA um einen Friedensschluss mit den radikalislamischen Taliban zu. Die USA, die vor fast 18 Jahren in Afghanistan einmarschiert waren, wollen möglichst bald eine Friedensvereinbarung mit den Taliban erzielen.

Im Gegenzug sollen die Taliban Garantien geben, dass Afghanistan nie mehr zum Rückzugsort für Extremisten wird, wie es vor dem 11. September 2001 der Fall war. (APA, 25.7.2019)