Massenbier bringt massig Profit.

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Leuven/London – Gute Nachrichten vom weltweiten Biermarkt: Mehrere Großbrauereien haben am Donnerstag positive Quartalszahlen bekanntgegeben. Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev hat nach einem starken Jahresstart auch im zweiten Quartal gute Geschäfte gemacht und ist weiter gewachsen.

Der im Eurostoxx 50 gelistete Konzern, zu dem neben dem amerikanischen Budweiser, dem mexikanischen Corona, dem belgischen Stella Artois und Hoegaarden auch die deutsche Marke Beck's gehört, steigerte seinen Umsatz um 6,2 Prozent auf knapp 14 Milliarden US-Dollar (12,6 Milliarden Euro), wie AB Inbev am Donnerstag im belgischen Leuven mitteilte. Damit lag der Brauer leicht über den Erwartungen der Analysten.

Ein Prost auf das Ostergeschäft

Laut Unternehmensangaben lief es in allen wichtigen Märkten rund. Sowohl in Lateinamerika als auch in Südafrika, Europa und Australien verzeichnete AB Inbev deutliche Zuwächse und profitierte dabei in manchen Ländern auch von den in diesem Jahr späteren Osterferien.

Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 9,4 Prozent auf 5,9 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt etwas weniger erwartet.

Das Management von AB Inbev rechnet für den weiteren Jahresverlauf nach wie vor mit einem starken Wachstum beim Umsatz und operativen Ergebnis. Das Jahr 2018 war für den Bierbrauer eher schwach ausgefallen. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 174 Milliarden Euro gehört der Konzern zu den wertvollsten Konzernen der Eurozone.

Verkauf des Australien-Geschäfts

Vergangene Woche hat AB Inbev seine Australien-Sparte um elf Milliarden Dollar (9,87 Milliarden Euro) an den japanischen Asahi-Konzern verkauft. Mit dem Börsengang des Asien-Geschäfts wird zugewartet. Beide Nachrichten sind an den Börsen gut aufgenommen worden.

Guinness-Brauer steigert Gewinn

Positive Berichte gibt es auch von Diageo: Der Brauer von Guinness, Kilkenny und Tusker Lager hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass der Profit im abgelaufenen Geschäftsjahr um zehn Prozent gestiegen ist und nun bei vier Milliarden Pfund (4,47 Milliarden Euro) liegt.

Diageo hat ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm hinter sich, mit Spirituosen (Johnny Walker, Smirnoff) wurde vor allem im asiatischen Raum gutes Geschäft gemacht. In China und Indien hat sich der Alkoholkonsum im letzten Jahrzehnt etwa verdoppelt. (Reuters, red, 25.7.2019)