Der Logistiker Kühne und Nagel verstärkt sich mit einem Zukauf in der Steiermark.

Foto: Reuters

Wien/Wundschuh – Der Schweizer Logistik-Konzern Kühne und Nagel übernimmt den steirischen Familienbetrieb Jöbstl mit Sitz in Wundschuh (Graz-Umgebung) und baut damit sein Landgeschäft und das Geschäft mit Österreichs Nachbarländern aus. Die Marke Jöbstl bleibt vorerst, langfristig aber vermutlich nicht. Noch müssen allerdings die Kartellbehörden zustimmen, schreiben "Kleine Zeitung" und "Krone".

Demnach übernimmt Kühne und Nagel 175 Mitarbeiter und Standorte in Spielfeld (Steiermark), Fürnitz (Kärnten), Wien, Wallern (OÖ), Maribor und Ljubljana in Slowenien sowie die SLM Spedition in Wiener Neudorf (NÖ). Dazu gehört ein Umsatz von 70 Mio. Euro. Nicht übernommen werden Niederlassungen in Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Deutschland, für die Jöbstl andere Käufer finden muss. Kühne und Nagel selber macht mit 500 Mitarbeitern rund 400 Mio. Euro Umsatz.

Investitionen in Wundschuh

Die Vereinbarung sieht 2,5 Mio. Investitionen bis Mitte 2020 in die Zentrale in Wundschuh vor. Dann ziehen auch etwa 80 Mitarbeiter von Kühne + Nagel dort ein. Die beiden Jöbstl-Geschäftsführer bleiben vorerst an Bord, wollen sich aber in Zukunft verstärkt um Immobilienprojekte kümmern. Die Anlagen und Immobilien bleiben im Eigentum der Familie, die sie an Kühne und Nagel vermieten wird.

Für Jöbstl ging es darum, die Jobs abzusichern. Auch wenn die vergangenen Jahre "bombastisch" gelaufen seien, sei Jöbstl ausschließlich auf den Landverkehr spezialisiert. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass die Mitarbeiter in einem Konzern besser aufgehoben seien, so die Geschäftsführer Christoph und Jürgen Jöbstl. (APA, 25.7.2019)