Bei Intel freut man sich über bessere Geschäftszahlen.

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Der Chipkonzern Intel hat im vergangenen Quartal Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verbucht – schnitt aber dennoch besser ab als erwartet. Bei PC-Prozessoren, dem größten Bereich des Konzerns, wuchsen die Erlöse um ein Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar (7,90 Mrd. Euro). Im Geschäft mit Chips für Rechenzentren gab es dagegen einen spürbaren Rückgang von zehn Prozent auf fünf Milliarden Dollar.

Insgesamt sank der Konzernumsatz um drei Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel im Jahresvergleich von 5 auf 4,2 Milliarden Dollar, wie Intel nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Die Zahlen fielen höher aus als die Prognosen von Intel selbst sowie über den Erwartungen von Analysten. Die Anleger honorierten das mit einem Kursplus von fast sechs Prozent im nachbörslichen Handel.

Zuwachs

Im Geschäft mit PC-Chips profitierte Intel von einem Anstieg der verkauften Stückzahlen bei Notebook-Prozessoren um 15 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal. Das konnte mehr als ausgleichen, dass der durchschnittliche Preis der Halbleiter zurückging.

Aufgrund der neuen Zahlen hob Intel seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr um 0,5 Milliarden auf 69,5 Milliarden Dollar an. Die größere Zuversicht des Branchenriesen dürfte für Erleichterung in dem Industriezweig sorgen. Der Markt ist nicht zuletzt durch den US-Handelsstreit mit China und Beschränkungen im Geschäft mit dem chinesischen Netzwerkausrüster und Handy-Hersteller Huawei belastet.

Intel kündigte zudem an, für eine Milliarde Dollar die Mehrheit seines Geschäfts mit Smartphone-Modems an Apple zu verkaufen. Die Transaktion war zuvor schon von Apple selbst bestätigt worden. Der Deal, der im vierten Quartal abgeschlossen werden soll, umfasst 17.000 Mobilfunk-Patente und die Übernahme von 2.000 Intel-Mitarbeiter.