Die falschen Polizeigeländewagen der achtköpfigen Bande.

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São Paulo – Verkleidet als Polizisten haben schwerbewaffnete Verbrecher am Flughafen von São Paulo Medienberichten zufolge mehr als 700 Kilogramm Gold im Wert von rund 29 Millionen Euro erbeutet. Die acht maskierten Täter fuhren am Donnerstag mit zwei falschen Polizeigeländewagen zum Frachtterminal des Flughafens Guarulhos, wie es unter Berufung auf die brasilianische Polizei hieß.

Dort hätten sie die Angestellten gezwungen, das Gold mit einem Gabelstapler in eines der Autos zu laden. Der filmreife Überfall, bei dem kein Schuss gefallen sei, habe nur etwa zweieinhalb Minuten gedauert. Sicherheitskameras hielten das Geschehen fest.

Zuvor Geiselnahme

Die Bande hatte zuvor die achtköpfige Familie eines leitenden Logistikmitarbeiters als Geiseln genommen, wie das Portal "O Globo" schrieb. Auf diese Weise hätten die gut organisierten Täter Informationen zum genauen Verladeort des Goldes erpresst. Dieses hätte nach Zürich und New York geflogen werden sollen. Über die genaue Menge gab es unterschiedliche Angaben. Es sollen zwischen 720 und 750 Kilogramm gewesen sein.

Täter geflohen, Fahndung läuft

Die mit Gewehren und Pistolen bewaffneten Verbrecher hätten auf der Flucht mehrmals die Autos gewechselt und die Beute auch in einem Krankenwagen transportiert. Die beiden falschen Polizeiwagen seien wenige Kilometer vom Flughafen entfernt in einer Lagerhalle gefunden worden. Die Räuber hatten die "geklonten" Tatfahrzeuge demnach wie Einsatzwagen der "Policia Federal" (Bundespolizei) aussehen lassen. Die Familie des Logistikmitarbeiters sei nach rund 20 Stunden unversehrt freigekommen. Eine Großfahndung sei im Gange. (APA, 26.7.2019)