Deutschlands Linke will Fluggesellschaften verstaatlichen.

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Berlin – Als Antwort auf den Klimawandel hat der Chef der deutschen Linken, Bernd Riexinger, die Verstaatlichung von Fluggesellschaften gefordert. "Dass Flugreisen unverantwortlich billig geworden sind, hängt auch damit zusammen, dass man den Flugverkehr privatisiert hat", sagte Riexinger am Samstag in deutschen Medien.

"Fluggesellschaften gehören in staatliche Hand – genauso wie die Energieversorgung oder die Bahn", so Riexinger. Was so dramatische gesellschaftliche Folgen haben könne, dürfe "nicht marktwirtschaftlich und unreguliert bleiben".

Klare Vorgaben gefordert

Riexinger betonte: "Kapitalismus verträgt sich nicht mit Klimaschutz." Die Logik des Kapitalismus sei, dass man noch höhere Profite mache als der Konkurrent. "Diese Logik lässt sich nicht vereinbaren mit ökologischem und sozialem Wirtschaften."

Hundert Konzerne seien für 71 Prozent der klimaschädlichen CO2-Emissionen weltweit verantwortlich, sagte Riexinger. Der Markt regele das nicht. "Wir brauchen eine Klimapolitik, die den Konzernen klare Vorgaben macht." (APA, 27.7.2019)