Fünf Tage vor der Nationalratswahl sollen Menschen, die zwar in Österreich ihren Lebensmittelpunkt haben, aber nicht das Wahlrecht, abstimmen dürfen – auf Zetteln von SOS Mitmensch.

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Wien – Seit 2013 fordert SOS Mitmensch vehement ein Wahlrecht für die aktuell rund 1,2 Millionen Menschen über 16, die zwar ihren Lebensmittelpunkt in Österreich, aber keinen österreichischen Pass haben. Auch heuer bietet die Menschenrechtsorganisation ihnen die Möglichkeit, in einer symbolischen "Pass Egal Wahl" kundzutun, wen sie gerne im Nationalrat hätten.

Stattfinden wird die Abstimmung fünf Tage vor der Nationalratswahl, am 24. September. In vielen Städten – Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck, Linz, Bludenz, Feldkirch, Dornbirn und Bregenz – werden Wahllokale eingerichtet, außerdem wird die Briefwahl angeboten.

Laut Statistik Austria darf fast jede sechste in Österreich lebende Person im Wahlalter nicht an der Nationalratswahl teilnehmen, in Wien ist es sogar fast jede dritte Person. Demokratie lebe aber von Beteiligung und nicht von Ausschluss, sagte SOS-Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak am Dienstag und verlangte eine "Öffnung unserer Demokratie". (APA, 30.7.2019)