Gegen Ex-Audi-Chef Stadler wurde Anklage erhoben.

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München – Die Staatsanwaltschaft München klagt den früheren Audi-Chef Rupert Stadler wegen seines Verhaltens in der Dieselaffäre erwartungsgemäß an. Stadler und drei weiteren Angeklagten werden Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen, teilte die Behöre am Mittwoch mit.

Manipulation von Abgaswerten

Audi wertet den erwarteten Strafprozess gegen den früheren Konzernchef Rupert Stadler als Chance zur Aufklärung des Dieselskandals. "Es liegt im Interesse der Mitarbeiter, der Anteilseigner und des ganzen Unternehmens, die Sachverhalte, die zur Dieselkrise geführt haben, juristisch restlos aufzuklären", sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Für alle Beschuldigen gelte die Unschuldsvermutung.

Audi reagierte damit auf die Anklage der Staatsanwaltschaft München gegen Stadler und drei weitere Ex-Mitarbeiter wegen ihrer Rolle bei der massenhaften Manipulation von Abgaswerten. Das Landgericht muss nun über eine Zulassung der Anklage entscheiden. Verfahrensbeteiligte rechnen mit einem Prozess im kommenden Jahr. (APA, Reuters, 31.7.2019)