Der gesunkene Schuldenstand dürfte Kanzlerin Angela Merkel freuen.

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Wiesbaden – Die öffentlichen Schulden Deutschlands sind im vergangenen Jahr weiter gesunken: Die Schuldenlast von Bund, Bundesländern, Gemeinden und Sozialversicherungen nahm um 52,5 Milliarden Euro ab – ein Minus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das deutsche Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Insgesamt summierten sich die öffentlichen Schulden bei privaten Banken oder Unternehmen aber immer noch auf 1.917 Milliarden Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung lag damit bei 23.124 Euro.

Alle Bereiche des öffentlichen Gesamthaushalts haben demnach zum Schuldenabbau beigetragen. Der Bund war mit 1.213 Milliarden Euro verschuldet, 29,3 Milliarden Euro weniger als noch 2017.

Fast alle Länder konnten Schulden abbauen

Auch in den Ländern konnten die Schulden um 15,9 Milliarden Euro auf 571 Milliarden Euro gesenkt werden. Lediglich die Länder Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein konnten keine Schulden abbauen. Grund dafür war der Verkauf der HSH Nordbank. Spitzenreiter beim Schuldenabbau war Bayern mit minus 13,9 Prozent.

Die Gemeinden konnten ihren Schuldenstand um fünf Prozent senken. Die Sozialversicherungen waren 2018 mit 127 Millionen Euro verschuldet, ein Rückgang von 71 Prozent. Grund dafür waren außerordentlich hohe Kredittilgungen der Krankenkassen.

Auf den ersten Blick sei der Rückgang der öffentlichen Verschuldung positiv, teilte Sebastian Dullien von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf am Mittwoch mit. Doch "der Rückgang der Verschuldung ist durch schwache öffentliche Investitionen erkauft", kritisierte Dullien. Die öffentlichen Investitionen blieben seit fast 20 Jahren hinter dem Bedarf zurück. (APA, AFP, 31.7.2019)