Netflix überwacht die Bewegungen von Nutzern.

Foto: reuters/blake

Netflix sammelt eine große Menge an Daten. Diese werden, so das Unternehmen, genutzt, um beispielsweise die Empfehlungen für User zu personalisieren und zu verbessern. Android-User zeigten sich nun verdutzt – einem Sicherheitsforscher war aufgefallen, dass die Android-App von Netflix um die Berechtigung bittet, physische Aktivitäten zu überwachen. Netflix erklärte gegenüber der Plattform "The Next Web", dass es sich um einen Test handle, um herauszufinden, wie man die Wiedergabequalität von Nutzern verbessern könnte, die beim Schauen gerade unterwegs sind. Der Test finde vorerst nur bei einigen Accounts statt, es würden keine Pläne herrschen, um ihn auszuweiten.

Seit Update möglich

Wie "Gizmodo" schreibt, nutzt Netflix ein Update bei Android Q, welches Entwicklern erlaubt, auf Sensordaten zuzugreifen, etwa, um Schritte zu zählen beziehungsweise einzuschätzen, ob ein Nutzer gerade läuft, sich in einem Fahrzeug befindet, geht oder Rad fährt. Netflix will nun also herausfinden, wie Personen, die beispielsweise im Bus sitzen, mit besseren Features bedient werden könnten.

Möglich sei es aber auch, dass die Firma eine alte Idee wieder aufleben lässt: Vor einigen Jahren hatte das Unternehmen an einem Projekt für ein "Personal Trainer"-Fitnessarmband gearbeitet. Die Wiedergabe stoppt, wenn man aufhört, sich zu bewegen. Ob das nun getestet werde, ist unklar. (red, 31.5.2019)