Hamza bin Laden soll von Spezialeinheiten getötet worden sein.

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Washington – Der Sohn von Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden und mutmaßlicher Anführer des Terrornetzwerks, Hamza bin Laden, soll bei einem US-Luftangriff getötet worden sein, berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf US-Regierungsvertreter.

US-Präsident Donald Trump bestätigte die Tötung des etwa 30-Jährigen zunächst nicht. "Ich möchte das nicht kommentieren", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Laut "New York Times" wurde Hamza bin Laden innerhalb der vergangenen zwei Jahre getötet.

Belohnung für Hinweise

Die USA hatten im Februar eine Million Dollar (900.000 Euro) Belohnung für Hinweise zum Aufenthaltsort des Bin-Laden-Sohns ausgesetzt. Dieser habe sich "zu einem der Anführer" des Terrornetzwerks Al-Kaida entwickelt, erklärte das Außenministerium damals, wenngleich dies eher für die moralische als für die operative Führung des Netzwerks gelte, vermuten Jihadismus-Experten. Saudi-Arabien entzog ihm daraufhin die Staatsbürgerschaft, was er mit einem Aufruf zur Revolte auf der Arabischen Halbinsel konterte.

Berichte von "New York Times" und NBC News legen nahe, dass Hamza bin Laden zu diesem Zeitpunkt womöglich bereits tot war.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Gerüchte gegeben, wonach sich Hamza bin Laden in Pakistan, Afghanistan, Syrien oder dem Iran versteckt halte. Er galt als möglicher Nachfolger von Al-Kaida-Führer Aiman al-Sawahiri, der nicht als besonders charismatisch gilt.

15. Kind Osamas

Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden war 2011 von US-Sondereinsatzkräften in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt und getötet worden. Hamza bin Laden ist das 15. von etwa 20 Kindern bin Ladens und Sohn von dessen dritter Frau.

Osama bin Laden soll bis zu 20 Kinder gehabt haben.
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In den vergangenen Jahren tauchte Hamza bin Laden verstärkt in der Al-Kaida-Propaganda auf. So verbreitete das Terrornetzwerk zum 16. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 eine Fotomontage, die die Gesichter von Osama und Hamza bin Laden in den Flammen des New Yorker World Trade Center zeigt. Generell rückte Al-Kaida in den vergangenen Jahren etwas in den Schatten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

2015 rief Hamza bin Laden die Jihadisten in Syrien in einer Audiobotschaft zur Einheit auf, die zur "Befreiung Palästinas" führen werde. Im gleichen Jahr drohte er mit Anschlägen in den USA, Europa und aller Welt, um die Tötung seines Vaters zu rächen. Auch rief er zum Sturz der Monarchie in Saudi-Arabien auf, dem Heimatland seiner Familie. (red, APA, 1.8.2019)