US-Präsident Donald Trump behauptet, dass ihm die erneuten Raketentests keine Sorgen bereiten: "Ich denke, es ist absolut unter Kontrolle."

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Nordkorea hat Freitagfrüh nach südkoreanischen Angaben erneut zwei Kurzstreckenraketen von seiner Ostküste abgefeuert. Es sei bereits der dritte Raketentest innerhalb weniger Tage gewesen, erklärte der südkoreanische Generalstab laut der Agentur Yonhap. "Wir verfolgen die Lage, sollte es weitere Abschüsse geben, und bleiben in Bereitschaft", hieß es.

US-Präsident Donald Trump bleibt ob der jüngsten Raketentests gelassen und sieht darin keine Verletzung des in Singapur zwischen den USA und Nordkorea beschlossenen Abkommens. "Kim Jong-un hat während der vergangenen Tage drei Kurzstreckenraketen getestet. Diese Raketen stellen keine Verletzung unseres Abkommens dar", schreibt Trump auf Twitter.

Bereits in der Vorwoche hatte Nordkorea Raketen abgefeuert. Die Führung in Pjöngjang stellte dies als Reaktion auf Militärübungen Südkoreas dar. Zwei weitere Raketen am Mittwoch wurden von Pjöngjang als Test eines neuen Raketenstartsystems dargestellt, das nach Angaben der Staatsagentur KCNA eine Schlüsselrolle bei militärischen Bodenoperationen einnehmen soll.

Provokation der USA

Nordkorea-Experten sehen in den Raketentest vor allem eine Botschaft an die USA. "Die Provokationen sind sorgfältig kalibriert. Nordkorea wird weiter eskalieren, solange die USA bei den Denuklearisierungsverhandlungen nicht ihre Position verändern", sagt Go Myong-hyun von der Seouler Denkfabrik Asan Institute.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea – das mehrfach Atomwaffen getestet hat – den Start ballistischer Raketen kurzer, mittlerer und langer Reichweite. Solche Raketen sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können.

Das japanische Verteidigungsministerium teilte unterdessen mit, dass die neuen Tests keine Auswirkungen auf die nationale Sicherheit hätten. Keines der Geschoße habe japanisches Gebiet erreicht. Nordkorea ist wegen seiner Raketentests und seines Atomprogramms international weitgehend isoliert und mit Sanktionen belegt. Die USA drängen auf Gespräche über eine Entnuklearisierung der Koreanischen Halbinsel. (APA, 2.8.2019)