Kristalina Georgiewa beim Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos.

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Jeroen Dijsselbloem gratulierte Georgiewa am Freitagabend zu ihrer Nominierung.

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Christine Lagarde nimmt Abschied.

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Brüssel – DDie Vize-Weltbankchefin Kristalina Georgiewa soll nach dem Willen der EU die neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden. Die Bulgarin sei nach einer Abstimmung unter den 28 EU-Mitgliedstaaten zur Kandidatin der EU für den Posten gekürt worden, sagte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire. Georgiewa setzte sich gegen den früheren Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem durch.

Dem Vernehmen nach hatte Georgiewa bei der Abstimmung am Freitag mehr Stimmen erhalten als Dijsselbloem, die erforderliche qualifizierte Mehrheit aber verfehlt. Unklar ist auch, ob sie das Amt überhaupt antreten kann, list sie doch älter als nach IWF-Regeln erlaubt.

Georgiewa soll der Französin Christine Lagarde folgen, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) werden und das Amt im November antreten soll. Der IWF wird traditionell von einem Europäer geleitet, die Schwesterorganisation Weltbank dagegen von einem US-Bürger. (Reuters, 2.8.2019)