Foto: Julie Carr Smyth / AP

Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland wächst einer Studie zufolge rasant. Von 2007 bis 2017 habe sich die Zahl der Beschäftigten von knapp 50.000 auf 160.000 mehr als verdreifacht, heißt es in einer Untersuchung des Darmstädter Wifor-Instituts, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstagsausgaben) berichteten.

Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der Arbeitnehmer stieg demnach von rund 39.000 auf 56.000 Euro im Jahr.

Die zumeist mittelständischen Unternehmen der Branche hätten im Jahr 2017 Produkte im Wert von 27 Milliarden Euro produziert, heißt es laut dem Bericht in der Studie weiter. Zehn Jahre zuvor waren es demnach 15,7 Milliarden Euro. Das Wachstum verlief weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen.

Dynamik

Auftraggeber der Studie war dem Bericht zufolge das Bundeswirtschaftsministerium. Die Autoren fordern demnach die Bundesregierung auf, die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der kleinen und mittleren Unternehmen steuerlich stärker zu begünstigen, um die Dynamik der Branche zu erhalten. Außerdem solle daran gearbeitet werden, zentrale Akteure wie Firmen und Forschungseinrichtungen untereinander besser zu vernetzen.

Damit dem Wirtschaftszweig die Fachkräfte nicht ausgehen, empfehlen die Experten dem Zeitungsbericht zufolge Investitionen in Studiengänge und Ausbildungsberufe mit Bezug zur IT-Sicherheit. Außerdem müssten die Anstrengungen erhöht werden, Experten aus dem Ausland anzuwerben. (APA, 4.8.2019)