Der UN-Sicherheitsrat erhielt vergangene Woche den Bericht, demzufolge Nordkorea durch Hackerangriffe auf Banken und Kryptowährungsbörsen Milliarden für die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen erbeutet hat.

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Pjöngjang/New York – Nordkorea hat einem vertraulichen UN-Bericht zufolge durch Hackerangriffe auf Banken und Kryptowährungsbörsen Milliarden für die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen erbeutet. "Die Gesamteinnahmen bis heute werden auf bis zu zwei Milliarden Dollar (1,8 Mrd. Euro) geschätzt", hieß es in dem Schreiben von unabhängigen Experten an das zuständige Sanktionskomitee der Vereinten Nationen, in das die Nachrichtenagentur Reuters am Montag Einsicht erhielt.

Die Hackerangriffe seien "umfangreich und zunehmend ausgeklügelt". Dabei seien die Attacken auf Kryptobörsen schwerer nachzuvollziehen. Zudem würden diese weniger stark von staatlicher Stelle überwacht und kontrolliert.

Der Bericht deckte einen Zeitraum von sechs Monaten ab und war vergangene Woche dem UN-Sicherheitsrat übergeben worden. Die UN-Vertretung von Nordkorea ließ eine Bitte um eine Stellungnahme unbeantwortet. Der Sicherheitsrat hat seit 2006 wiederholt Strafmaßnahmen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketenprogrammen verhängt. In dem Bericht wird festgehalten, dass die Sanktionen weiter umgangen werden. (APA, 5.8.2019)