Der Handelskonflikt zwischen den USA und China treibt Anleger in sogenannte sichere Häfen, zu denen auch Gold gezählt wird.

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Frankfurt/London – Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat den Goldpreis auf den höchsten Wert seit Jahren getrieben. Am Mittwoch kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) erstmals seit 2013 wieder mehr als 1.500 US-Dollar. Im Nachmittagshandel stieg der Preis für das Edelmetall zeitweise auf bis zu 1500,25 Dollar (1.341,07 Euro) und damit auf den höchsten Stand seit Frühjahr 2013.

Stärkster Preistreiber bleibt die Sorge vor den Folgen des eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und China. Diese treibt die Anleger in sogenannte sichere Häfen, zu denen auch Gold gezählt wird.

Edelmetallhändler Alexander Zumpfe vom Handelshaus Heraeus berichtete von einer steigenden Nachfrage nach Gold vor dem Hintergrund der jüngsten Turbulenzen. Seit Anfang Juni geht es mit dem Goldpreis tendenziell nach oben. In dieser Zeit hat das Edelmetall etwa 14 Prozent an Wert gewonnen.

Neben der Sorge vor dem Handelskonflikt wird die starke Nachfrage nach Gold aber auch mit sinkenden Zinsen erklärt. Nachdem die US-Notenbank Fed den Leitzins Ende Juli erstmals seit mehr als zehn Jahren gesenkt und weitere Senkungen in Aussicht gestellt hatte, folgten am Mittwoch verschiedene Notenbanken aus dem asiatisch-pazifischen Raum dem Beispiel, darunter die Zentralbank von Indien. Da Gold keine Zinsen bringt, wird das Edelmetall bei den aktuellen Mini-Zinsen für Anleger attraktiver. (APA, 7.8.2019)