"Game of Thrones" beschwerte Piraterie-Seiten weltweit Zuwächse.

Foto: HBO via AP

Kaum eine Serie hat das Netz so bewegt wie "Game of Thrones". Die Fantasy-Geschichte, die der US-Sender HBO basierend auf den Romanen von George R.R. Martin umgesetzt hat, brachte immer wieder Piraterie-Rekorde. Neue Zahlen zeigen nun, wie stark die finale Staffel den weltweiten Piraterie-Traffic ansteigen ließ.

Millionen mehr Visits dank "Game of Thrones"

Millionen Nutzer haben sich die Serie lieber von illegal im Netz verbreiteten Kopien besorgt, als auf die legalen, kostenpflichtigen Angebote zurückzugreifen. "Torrentfreak" hat sich eine Auswertung des Traffics auf Piraterie-Seiten angesehen. Während es zuletzt allgemein einen leichten Rückgang auf Piraterie-Portale gab, zeigte sich im April 2019 ein Ausreißer nach oben in den Zahlen. Die finale Staffel von "Game of Thrones" war gestartet. Genauer noch: am 14. April, dem Tag der Staffelpremiere, verzeichneten Piraterie-Seiten rund 45 Millionen mehr Visits als in der Vorwoche.

Insgesamt dürfte "Game of Thrones" für einen Anstieg der Visits auf Piraterie-Seiten um acht Prozent gesorgt haben. Dass eine einzelne Serie derartige Auswirkungen zeigt, sei einzigartig, kommentiert der Blog.

Macher wechseln zu Netflix

Nicht nur, dass HBO zahlreiche Nutzer an Piraterie-Seiten verloren hat, auch die Macher der Serie sind dem US-Sender nun abhandengekommen. David Benioff und Dan Weiss, wechseln nach mehr als zehn Jahren zur Streaming-Plattform Netflix. Benioff und Weiss hätten einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich auf mehrere Jahre zum Schreiben von Drehbüchern sowie der Produktion und Regie von Serien und Filmen auf Netflix verpflichten, teilte der Streaming-Dienst mit.

Welche Art Serien und Filme das "Game-of-Thrones"-Duo für Netflix entwickeln soll, wurde zunächst nicht bekannt. Derzeit arbeiten sie für die Disney-Tochter Lucasfilm an einer neuen "Star-Wars"-Trilogie. (red/APA, 8.8.2019)