Fliegende Ryanair-Flugzeuge gibt es im Spätsommer für vereinzelte Tage womöglich nicht am Himmel zu sehen.

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Den kürzlichen Streikdrohungen der Ryanair-Piloten in Großbritannien schließen sich nun auch deren irische Kollegen an. Das teilte der irische Gewerkschaftsverband Forsa am Freitag mit. Nach Angaben des Verbands hatten sich 94 Prozent der 180 direkt bei Ryanair angestellten Piloten für einen Streik ausgesprochen, sollte sich die Airline nicht bis Montag gesprächsbereit zeigen.

Das Cockpit-Personal fordert unter anderem höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. "Nur ein substanzielles Gegenangebot, das alle Bereiche unserer Forderungen angemessen adressiert, wird genug sein, um uns davon abzuhalten, nächste Woche Streik anzukündigen", sagte Forsa-Vizegeneralsekretär Ian McDonnell der Mitteilung zufolge.

Drohende Streiks in Großbritannien und Wien

Erst vor wenigen Tagen hatten die Ryanair-Piloten in Großbritannien für Ende August und Anfang September mehrere Streiktage angekündigt. Am 22. und 23. August sowie vom 2. bis 4. September soll demnach ganztägig gestreikt werden. In Portugal hat die Gewerkschaft für das Kabinenpersonal laut "El Pais" einen Streik zwischen dem 21. und 25. August ausgerufen.

In Wien drohen bei der Ryanair-Tochter Laudamotion ebenfalls Proteste. Für kommenden Montag sind weitere Betriebsversammlungen angekündigt, weil der irische Mutterkonzern droht, Lauda-Mitarbeiter abzubauen und stattdessen polnische Leihpiloten in Wien einzusetzen. Die Iren verlangen Zugeständnisse beim Dienstrecht und bei den Gagen, mit einem Ultimatum bis 14. August. (APA, 9.8.2019)